Konzept:

"Jede Münze hat zwei Seiten. Was soll es sein: Kopf oder Zahl?"

Entstehung

Foxworth Company:
Das organisierte Verbrechen

Die Foxworth Company versteht sich vor den Augen der Öffentlichkeit als Kapitalgesellschaft. Ein Unternehmen, das nicht nur das Bild einer weißen Weste gewährleistet, sondern vorrangig als legale Haupteinnahmequelle dient. Unter einer Kapitalgesellschaft versteht man gemeinhin einen Investoren, der Anteile an den unterschiedlichsten Unternehmen erwirbt, durch die eine Gewinnbeteiligung eingeräumt wird – und für die im Gegenzug diverse Hilfsangebote der Company zur Verfügung stehen. Außerdem räumt ihr Konzept zahlreiche Hindernisse aus dem Weg, um mit Persönlichkeiten der unterschiedlichsten Gruppierungen und Gesellschaftsschichten in Kontakt zu treten, ohne gewisse Fragen aufzuwerfen, die vormals unumgänglich waren. 

Hinter den Kulissen der Company steht nicht nur das tatkräftige Personal, sondern weit mehr, als das aufmerksame Auge zunächst erfassen kann. Separiert vom Varieté und seinen Veranstaltungen für die reiche und schöne Gesellschaft der Allianz und dem Pöbel, der nach den Prügelabenden geiert, findet sich eine Organisation vor, die es sich zum obersten Ziel gemacht hat, Einfluss und Macht zu erlangen, aufrecht zu erhalten und auszukosten. Manch ein Mitglied des ach-so-redlichen Personals mag gar ein Handlanger der Organisation sein, die sich als eine der familiären Säulen des kriminellen Parketts versteht.

Auch wenn die Organisation im ersten Moment neu wirken mag, so fehlt es ihr nicht an Geschichte oder gar Erfahrung unter der Oberfläche, denn sie entstand aus dem Zenit einer der einflussreichsten Familien des sturmwindschen Untergrundes. Sie entstand aus dem Bündnis von Münze und Klinge, das über Jahre hinweg seine Finger tief im Spiel der Spiele hatte, und einen erbitterten Machtkampf mit den Rotschärpen der ehemaligen Zuflucht führte, die sie bis zum Machtwechsel innerhalb des Caporegimes als Verräter brandmarkten.

Erst unter der neuen Schärpenführung war es möglich, einen zunächst brüchigen Frieden auszuhandeln, der sich im Laufe der letzten drei Jahre nicht wenigen Prüfungen gegenüber sah. In größter Zeit der Not letztlich, als beide Familien von den Schneisen des Verrates und Schicksalsschlägen durchzogen waren, zeigte sich, wie stark das Band wirklich geknüpft war. Nachdem nun dem Schein nach kein Feind mehr übrig war, und die Anführer von Münze und Klinge sich dem Rückzug in den Hintergrund der Geschicke als graue Eminenzen zuwandten, begehrte ein neuer Konkurrent auf.

Ein Zusammenschluss aus versprengten Teilen beider Familien, die ihre Intentionen rasch offenbar machten, und einen Krieg mit den Rotschärpen anstrebten, der so weit ging, dass sogar die nunmehr grauen Eminenzen sich gezwungen sahen, selbst einzugreifen. Ein Krieg, der die verblassten Loyalitäten schmerzlich und als wunde Punkte aufdeckte. Wenngleich er schließlich bestritten war, konnte man die Notwendigkeit einer neuen Macht, die die vom aufgelösten Bündnis hinterlassene Leere ausfüllte, nicht länger von der Hand weisen.

Ein loyaler, starker Verbündeter. Ein neuer Morgen. Eine Organisation, die drei strengen Leitsätzen folgt:

1. DER FAMILIE GILT MEIN SCHWEIGEN.

Die Zugehörigkeit zur Organisation verbietet es, mit Außenstehenden über interne Angelegenheiten zu sprechen. Inbesondere staatlichen Organen wird die Aussage verweigert. Die Existenz und die Aktivitäten der Organisation werden nicht nur verschwiegen, sondern aktiv verleugnet. Selbst rangniedrige Angehörige der Organisation sind von vollumfänglichen Informationsflüssen ausgeschlossen.

2. Der FAMILIE GILT MEIN GEHORSAM.

Die Interessen der Organisation sind stets zu wahren. Sie stehen über den eigenen Interessen und Ambitionen, über leiblichem Wohl, über sozialen Gefügen und über geleisteten Eiden. Das eigene Handeln darf der Organisation keinen mutwilligen Schaden zufügen, noch dem Willen und Wohl der Organisation wissentlich entgegenstehen. 

3. DER FAMILIE GILT MEINE TREUE.

Die Organisation hinter sich zu lassen oder ihr über einen längeren Zeitraum hinweg ohne jede Meldung absichtlich fern zu bleiben gilt als Loyalitätsbruch und wird als solcher mit dem Tod geahndet. Die Organisation für eine andere Gruppierung des organisierten Verbrechens zu verlassen gilt als Kriegserklärung und wird als solche mit dem heraufbeschworenen Krieg beantwortet.

Strukturen

Die Münze ist die oberste Instanz, Boss und Oberhaupt der Company und der Organisation. Ihr schulden Geprägte, Mitglieder und Anwärter Rechenschaft, und an sie entrichten sie ihren Tribut (den Zehnten). Sie trifft die Entscheidungen von Relevanz, von ihr sind diverse Genehmigungen einzuholen, und sie steckt die Ziele der Organisation ab. Dem Wort der Münze ist Folge zu leisten, ausgenommen, sie begeht selbst Verrat an der Organisation, und das Wort der Münze ist zuletzt auch gleichwohl bindend.

Das Konzil ist ein Gremium – Berater, die der Münze dabei zur Seite stehen, die Geschicke der Company als auch der Organisation zu lenken. Ihre individuellen Erfahrungen, Fähigkeiten oder Besitztümer ermächtigen sie dazu, eine besondere Position innerhalb der Organisation einzunehmen. Sollte außerdem ein Geprägter sich dazu entschließen, den Ruhestand anzutreten, oder sich aus dem aktiven Organisationsgeschehen zurückzuziehen, fügt er sich in die Reihen der Konzilsmitglieder ein, statt den Sitzungen in seiner bisherigen, durchführenden Position beizuwohnen. Mitglieder des Konzils verfügen über Befehlsgewalt, den Organisationsmitgliedern gleich welchen Ranges mag somit dringend angeraten sein, ihnen mit Respekt und Gehorsam zu begegnen.

Die Geprägten sind sogenannte Capos der Organisation, zu vergleichen mit Hauptmännern oder Unterbossen, die den Mitgliedern als Bezugspersonen und Ranghöchste vorstehen. Sie nehmen die Tributszahlungen der Mitglieder ein, und übermitteln sie an die Münze, für die sie überdies als Stellvertreter fungieren können. Ein Mitglied kann sich die Möglichkeit, für eine Prägung in Frage zu kommen, erarbeiten und diverse, langwierige Prüfungen erfolgreich hinter sich bringen, die seine Befähigung unter Beweis stellen. 

Die Mitglieder der Organisation haben ihren Eid abgelegt und sich ihr unwiderruflich verschrieben. Ab diesem Schritt ist ein Austritt nicht länger möglich, denn dies ist der Zeitpunkt, ab dem das Mitglied mit den empfindsameren Interna der Organisation in ihrer Gänze vertraut gemacht wurde, und einen tieferen Einblick in den innersten Kreis erhalten hat. Mitglieder der Organisation sind gegenüber Anwärtern weisungsbefugt, und stehen in der Pflicht, sie im angemessenen Rahmen mit den ersten Schritten in die Reihen der Organisation vertraut zu machen. Außerdem wird ab dem Rang des Organisationsmitgliedes ein monatlicher Tribut in Höhe des zehnten Teils (10%) der individuellen Gesamteinnahmen gefordert. Die daraus resultierenden finanziellen Mittel werden für das Gemeinschaftsinteresse aufbewahrt.

Die Anwärter auf die Reihen der Organisation sind jene Interessenten und gefundenen Talente, denen es bereits gelungen ist, die erste Überprüfung durch die Mitglieder der Organisation zu überstehen. Diejenigen, die gewogen, gemessen und für gut genug befunden wurden, um ihnen die Chance einzuräumen, den von Prüfungen auf Herz und Nieren gesäumten Weg in den innersten Kreis anzutreten.

Münze

Geprägter

Mitglied

Anwärter

Konzil

Bewerbung

Anlässlich unserer Entwicklung hat sich das Bewerbungsverfahren maßgeblich verändert, so dass es – leider – schwieriger geworden ist, Teil der Foxworth Company zu werden. Da unser aktueller Spielerpool bereits mehr als ausreichend ist, wir uns allerdings nicht gänzlich vor Neuzugängen verschließen möchten, haben wir uns gemeinschaftlich für den Mittelweg zwischen Stagnation und Überfluss entschieden: Mentoren & Probezeit.

Das heißt im Klartext, dass eine Handvoll unserer Mitglieder nach erfolgter Bewerbung oder aber reiner IC-Begegnung dafür Sorge trägt, dass Interessenten einer künftigen Mitgliedschaft während der (IC wie OOC) Probephase von 2 – 3 Wochen Beschäftigung und Anschlussmöglichkeiten zum gegenseitigen Kennenlernen erhalten. Am Ende dieser Probephase folgt der Entscheid über Aufnahme oder Ablehnung anhand der gesammelten Erfahrungen.

Vorab-Gesprächen auf dem OOC-Weg, um das jeweilige Charakterkonzept von Interessenten oder offene Fragen zu besprechen, sind wir ebenfalls nicht abgeneigt. Wichtig zu wissen für das angestrebte Interesse wäre noch, dass ein Gildenbeitritt nicht verpflichtend ist, obwohl durchaus ein Großteil sich im Nest eingefunden hat. Die gemeinsame Kommunikation findet über Discord statt.

Auch weiterhin ist die denkbar schlechteste Option für eine Aufnahme, als unbekannter und frischer Charakter an unsere Tür zu klopfen, der sich offensiv als krimineller Geselle anbietet. Denn statt dass diese Methode den Einstieg erleichtert, kann sie zum genauen Gegenteil führen. Bedenkt, dass die öffentliche Aufmachung der Foxworth Company die eines erfolgreichen Unternehmens ist, das nicht entspannt auf geschäftsschädigende Unterstellung Dritter reagieren wird.

Die einfachste und bevorzugte Weise ist die, sich über einen Besuch der Prügelabende, einen Besuch des Nähkästchens, einen Besuch der Tüftlerwerkstatt oder über ein Schreiben ans Varieté Zwiefach mit handelsüblicher Arbeitssuche bekannt zu machen. Man darf auch gern das allgemeinhin zugängliche Wissen verwenden, dass der Hauptsitz des vielseitigen Unternehmens sich in einer Seitengasse des Zwergendistrikts befindet, und als Kontaktschnittstelle dienen kann. Hier ist ab sofort Eigeninitiative der Bewerber gefragt!

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